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Ein Presseecho:
Starnberger Merkur vom 25.2.2002
Frauenanteil in IT-Branche erhöhen
Ministerin Stewens bei Kongress-Eröffnung in Gauting
von Franziska Buch
Gauting - Ausgelassene Stimmung herrschte am Freitag nachmittag im Institut für Jugendarbeit in Gauting: gutgelaunte, herumalbernde Frauen standen in Grüppchen zusammen oder eilten geschäftig umher. Der Anlass für die Betriebsamkeit war die Eröffnung des 10. Internationalen Kongresses der Frauen-Computerschulen (FCS) und FrauenTechnikZentren (FTZ) unter dem Motto "Frauen leben Netze". In Workshops und Vorträgen konnten Erfahrungen weitergegeben, Einsichten gewonnen und Kontakte geknüpft werden.
Schulungszentren bereits mehrfach ausgezeichnet
Seit über zehn Jahren bestehen diese Schulungszentren, die Frauen nicht nur Computerkenntnisse vermitteln, sondern auch sachkompetente Ansprechpartner zu Themen wie neue Berufsfelder oder Lernkonzepte in den neuen Medien sind. Für ihr Engagement wurden die Einrichtungen bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem für den Aufbau eines überregionalen Netzwerks für Computerfachfrauen und ihre Vorbildfunktion bei der Verbesserung der Chancengleichheit im IT-Bereich.
Bayerns Sozialministerin Christa Stewens, die in ihrer Politik für die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern gerade auch im Erwerbsleben eintritt, war zur Kongress-Eröffnung nach Gauting gekommen. "Wir setzen besonders auf die Erhöhung des Frauenanteils in den zukunftssicheren IT-Berufen", betonte Stewens.
Hildegard Kronawitter, bayerische Landtagsabgeordnete und Aufsichtsrätin der FCS München AG, lobte die "eigene Pädagogik" der Einrichtungen, die ausgehend von der Erkenntnis "Frauen denken gleichwertig wie Männer, aber anders" entwickelt wurde. Sie bezeichnete die Gründerinnen als "Pionierinnen der Frauenförderung in Sachen Computer und IT".
Angelika Huber, Gründerin der FCS München AG, erwähnte auch die interkulturelle Komponente und wies nicht ohne Stolz auf Teilnehmerinnen aus der Mongolei hin, bedauerte jedoch "den geringen Anteil von Vertreterinnen aus den neuen Bundesländern". Der Umbruch in der IT-Branche erfordere eine ständige Anpassung. Ziel der Tagung sei es deshalb, so Huber, "den Frauen-Computer-Schulen Möglichkeiten der Neupositionierung aufzuzeigen, die die ständige Veränderung des Marktes nötig macht."
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