Frauen-Computer-Schulen.de
Piona News -
Ausgabe 4, Oktober 98
Überregionales
Überregionales


Piona e.V. - Anarchie und Struktur, Magie und Geld

Inhalt

Editorial
Impressum

Top

Editorial
Piona an alle:

Piona - die Frauen-Computer-Schulen und FrauenTechnikZentren vernetzen sich zu einem Dachverband (1996).
Piona - neues Berufsfeld von vernetzten, qualifizierten PionaPointManagerinnen (1997)
ein Rhizom (Wurzelgeflecht) aus PionaPoints, für einen bunten Baum mit vielen Früchten (1998).
Wer/welche macht's? Setzt die Ideen um? Verwirklicht unser Kurrikulum? Treibt Stollen, Schächte, Gänge von Ort zu Ort, von Point zu Point? Macht wahr, was wir uns wünschen?
Wir sprechen von 1999 - 2006! Ich und Du und Du - und dann kommt noch's Geld dazu...
Ingrid Rauchfuß


Top

Verein - Struktur - Vernetzung: Workshop

Am 3. und 4. Oktober trafen sich zehn Frauen bei Wirkstoff e.V. Berlin zum PionaWorkshop mit Dr. Marie Sichtermann (moderate Moderatorin):

Ingrid Flohr, Hildegard Hils, Audrey Hoffmann, Angelika Huber, Heidelore Lange, Uschi Lemmertz, Christine Scherer, Sabine Schillbach, Ingrid Rauchfuß und Susanne Thoma.

Auf unserer Agenda stand:

  • "Strukturprobleme von PionaPoint e.V & Lösungsansätze aufzeigen"
  • "Organisation des Vereins - zentral oder dezentral"
  • "Stabilisierung der Gesamtvernetzung"

Klingt bißchen öde? - Aber bei der Besetzung - und in Berlin - seht selbst:

Wir brauchen eine eierlegende Wollmilchsau

Eine Koordinatorin muß her! Die Stellenbeschreibung für diese lady (von Hildegard Hils auf 2 DIN-A4-Seiten zusammengefaßt) liest sich wie ein alchimistisches Rezept für eine neue homuncula: Sie soll alle Arbeit von Piona organisieren - und zwar wirtschaftlich, effektiv und zielorientiert; weiter: ein Beratungsnetz aufbauen, alle Energien bündeln, finanzielle Mittel einwerben, alle Treffen organisieren, die Arbeit der Mitglieder des Vereins koordinieren - um nur die wichtigsten Punkte zu nennen.

An Kompetenzen braucht dieses Zauberwesen: Management-, Public-Relations-, Marketing- und Kommunikationskompetenzen... Dazu Teamfähigkeit und Selbständigkeit und Kreativität, Flexibilität...

Um nur ein paar wenige zu nennen. Und wer bezahlt dieses Fräuleinwunder? Ebenfalls aus der Aufstellung von Hildegard Hils geht hervor, daß diese Koordinatorin pro Jahr glatte 150.000 DM braucht an Honoraren, Materialien usw. Woher nehmen und nicht stehlen?

La reine s'en va ...

... die Königin geht: Unsere Top-Koordinatorin Angelika Huber, eine der drei Vorstandsfrauen, steht zur Wiederwahl auf dem Kongreß in Erfurt am 26.-28.2.1999 nicht mehr zur Verfügung: Sie möchte sich vermehrt ihren schriftstellerischen und journalistischen Aufgaben widmen, auch dem i-punkt-Verlag für Kürzestprosa. Auch die beiden anderen Vorstandsfrauen werden turnusmäßig neu gewählt.

... Wir brauchen neue Königinnen....

Piona in Wonderland

... der Titel eines Computerspiels, ersonnen beim 1997-Kongreß in Wien, ist jetzt der Titel für: Welche Vorteile haben wir alle und jede einzelne von einer handlungsfähigen Piona e.V. ?

  • Gesellschaftspolitisches Engagement: Freiheit Macht Freude
  • Kreativitätszuwachs: neue Inhalte, Konzepte, Modelle definieren
  • Klarheit & Orientierung: Informations- und Qualifikationszuwachs
  • Kompetenzvielfalt: lustvolle Selbständigkeit mit Synergie-Effekten:
  • Vernetzung von Einzel-Energien bei gleichzeitigem Energiegewinn: mehr Kraft, mehr Leistung=Macht =Power, mehr Umsatz und Erfolg
  • unser Dienstleistungsspektrum erweitert sich mit der Vernetzung
  • Popularität & Public Relations
  • stützende Strukturen: das Netz
  • Spaß an der Freud': Sarina lacht
  • und endlich "die 3 Ks": Kommunikation, Kontakte, Konsolidierung

Was geschieht mit den Ergebnissen?

Gute Frage von Marie Sichtermann!
Bisher wurde gearbeitet nach dem "Gesetz des Handelns": Wir haben das Konzept von Piona e.V. entworfen auf dem Kongreß der Frauen-Computer-Schulen und FrauenTechnikZentren 1996. In einzelnen Workshops wurden dann die künftigen Inhalte von Piona e.V. entwickelt: Die Vernetzung; das Konzept der Piona PointManagerin; das Sponsoring-Konzept für den Verein; das Kurrikulum für die Weiterbildung der Piona PointManagerin usw. Dabei zeichnete die Workshops aus, daß sie offen waren für neue Mitstreiterinnen und neue Ideen: "Ich finde toll, daß mein Engagement gleich so angenommen wird", sagte eine in der Feedback-Runde, "statt daß es heißt: 'Soll die doch erstmal auf die Lernbank gehen und von uns lernen!'"

Und das soll auch so bleiben, oder? Wie sagte Angelika auf diesen Beitrag so treffend: "Wir wollen doch von Dir lernen!"

So ist's ein anarchisches Konzept, das mit der Energie der Gründungsidee arbeitet und sich nicht sklavisch nach Strukturen und Genehmigungen richtet: Spontane Ergebnisse (der AGs und Workshops) werden spontan umgesetzt. Die Idee zieht neue Mitstreiterinnen an, die gerne unterstützen und Ideen einbringen: Die zündende Gründungsidee hat eingeschlagen und zieht ihre energetischen Kreise.

Marie Sichtermann aus dem Fundus ihrer Erfahrungen mit Projekten: "Wenn die Initialenergie der zündenden Idee nachläßt, werden die UnterstützerInnen weniger.

Es ist dann der Moment, einen Plan zu entwickeln." - Plan? - Geht so

  1. Schritt: Zielphase: Wohin wollen wir? Welche Ressourcen sind vorhanden? Was haben wir bis jetzt zu bieten?
  2. Schritt: Ideenphase: Ideen sammeln und dem Ziel zuordnen!
  3. Schritt: Strukturphase: Der Weg zum Ziel wird strukturiert: Erfahrungen, Ressourcen jetzt & Ideen.
  4. Schritt: Laufende Ergebnissicherung & Durchführung: Zeitplan und Finanzplan sollten so großzügig gestaltet sein, daß sie es vertragen, oft umgeworfen zu werden.

Ladies: Wir mit Piona sind bei 3 und 4!

Stabilisierung der Vernetzung

Dr. Marie Sichtermann ließ uns von ihrem Erfahrungsschatz profitieren

  • Die Vernetzung muß Vorteile bieten: Einfluß, Geld, Macht, ....
  • welchen Vorteil bietet sie Dir ganz konkret?
  • Es vernetzen sich eher konkrete Frauen als Organisationen: kleine Gruppen "tragen" die Vernetzung!
  • sehr langfristige Planung: welche tut wann was mit welchem Ergebnis?
  • viel Autonomie für die einzelnen Gruppen: Anarchie ist machbar, Frau Nachbar!
  • Treffen: außerhalb der Hauptsaison mit sinnlicher Gestaltung und viel Zeit und Raum für Informelles, beständige Organisation
  • Es ist ein Nachteil für die einzelne, wenn sie nicht kommt: sie hat wirklich und unwiderruflich etwas verpaßt; ausführliche Infos über die Treffen an alle können nachteilig sein: denn wenn eine sowieso alles Erarbeitete nachlesen kann: Warum sollte sie dann hingehen?

Vereinsrecht: Überlegt Euch, was Ihr wollt...

Im Ernst: Wir haben die Vereinssatzung gewälzt... ich persönlich zum ersten Mal... und verstanden! - Es ist gar nicht so schwer, wenn eine es richtig eindeutscht! Danke Marie Sichtermann!

Im Nachhinein klingt das Ergebnis ganz selbstverständlich: Wir haben laut Satzung bei Piona e.V. 3 Vorstandsfrauen; wir brauchen - nein, nicht eine: die gibt's nicht nochmal - mehrere Koordinatorinnen...

... und gebt Euch dann die Struktur dazu...

Wie wär's zum Beispiel so:

  • Die Mitfrauenversammlung von Piona e.V. wählt kommenden Februar ein Team von 3 Koordinatorinnen, die gleichzeitig Vorstand des Vereins sind, zu verantwortlichen Geschäftsführerinnen.
  • Ein Beirat wird gegründet mit dem Ziel, die Koordinatorinnen in problematischen Situationen zu beraten und zu unterstützen.

Stabilisierung von Piona e.V.

Wildes Brainstorming in 2 Gruppen...

Die Ergebnisse der einen Gruppe:

  • Koordinatorinnen als geistiges Arbeitszentrum (lokal): 3 sind ein Kräftedreieck!
  • Koordinatorinnen als Königinnen (Wertschätzung!) übernehmen
    • Netzwerke, Fundraising, Verwaltung des Vereins, zentrale Beratung: Beratung zur Beratung
    • Informationen einholen
    • Motorfunktion für Lobbying
    • Akquise: Öffentlichkeitsarbeit für das Gesamtkonzept
  • offener, kontinuierlicher Dialog (e-mailing-lists?)
  • PionaNews online
  • Mitfrauen stabilisieren durch Ressourcen-Austausch

Die Ergebnisse der anderen Gruppe:

  1. Eine feste Anlaufstelle
  2. Periodizität 'reinbringen
  3. aktuellen Stand zusammenfassen
  4. Spezialisierung der Aufgaben
  5. Terminierung der Aufgaben
  6. Kontrollfunktion, Auswertung
  7. Treffen und Austauschen
  8. Dokumentation Innen/Außen
  9. Verteilung der Aufgaben
  10. Schwerpunkte feststellen
  11. finanzielle Basis schaffen/erhalten
  12. Nutzung neuer Medien
  13. Öffentlichkeitsarbeit
  14. Suche neuer Mitstreiterinnen
  15. Qualitätssicherungsmaßnahmen festlegen, Weiterbildungsstrategien, Multiplikatorinnen ausbilden
  16. Mittel von Innen und Außen
  17. Finanzen und Euros
  18. Verbindung zu anderen Verbänden, Arbeitsamt und Sozialamt
  19. Sponsoring
  20. Fundraising
  21. Ziel: Frauen-Universität
  22. mit politischer Bildung verbinden

Überblick zum "Selber-Basteln"...

  • Aufgaben der Koordinatorinnen: Nr. 1, 2, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12
  • Aufgaben des Vorstands: Nr. 3, 6, 8, 10, 11
  • Aufgaben von Workshops und AGs: Nr. 3, 4, 5, 7, 8, 9
  • Aufgaben für die Einzelperson: 7

... zeigt: Die Aufgaben der Koordinatorinnen sind Vorstandsaufgaben!

Finanzierung von Piona e.V.

Hier haben wir eine schöne Grafik erarbeitet - die mal' ich Euch nicht hin, da geht mir zuviel Platz verloren...

Stellt Euch vor:

  1. Es gibt Piona e.V., gemeinnütziger Verein: Gemeinnützig ist gut, Ihr wißt schon, wegen Spendenquittungen. Und in der Tat: Piona e.V. fördert die Bildung und Weiterbildung, fördert Frauen.
  2. Gibt es die Frauen-Computer-Schulen (FCSen) und Frauen-Technikzentren (FTZs) und andere: die fördern Piona e.V. fachlich und inhaltlich, konzeptionell und - so Göttin will - mit Spenden.
  3. Gibt es den PionaFonds, einen Frauen-Talente-Fonds: Jaja, ich hör' den Groschen schon bei Euch fallen: Eine Frauen-Talente-Bank war die Zukunftsidee auf dem Kongreß in Wien 1997, ich selber habe eine Aktie für 10,- DM gekauft damals.
    Und in diesen Fonds kommen die ganzen Gelder 'rein. - Welche Gelder, wollt Ihr wissen? - Alles, was an Fundraising- und Sponsoring-Kohle einläuft von EU und NOW und wie sie alle heißen - und - Achtung: Die monatliche Förderung, die die einzelnen FCSen und FTZs für ihren Dach- und Fachverband auswerfen! - Und natürlich: Alle bisherigen und künftigen Aktien der Frauen-Talente-Bank, jetzt: Piona-Talente-Fonds.
    Und aus diesem Fonds erhalten die Piona-Koordinatorinnen das notwendige "Pulver"! Gutt, ne?
  4. Gibt es, vielleicht später einmal, eine GmbH PionaCom (z. B.), die für die FCSen und FTZs kommerzielle Dienstleistungen erbringt, Piona e.V. ergänzt?

... und Anschubfinanzierung

"Anschubfinanzierung" heißt im Klartext: Wieviel wollen die FCSen und FTZs und PionaMitfrauen spenden und monatlich ausloben, damit die ersten Jahre klappen? 1999 bis 2006! Dazu haben wir einenFragebogen gemacht! Ausfüllen: bitte: schicken!

Sie ist so KLASSE

.. die Teamarbeit der 3 Koordinatorinnen für Piona e.V.: Selbständig, kreativ, kooperativ, weitreichend im existentiellen und geografischen Sinn.

... vive la reine!

... es lebe die Königin! Wir suchen also

  • 3 neue Koordinatorinnen für den Vorstand von Piona e. V., eine jede eine Königin!
  • 7-9 Beirätinnen (die Großwesirinnen für die 3 Königinnen, die mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn wirklich einmal guter Rat teuer ist)
  • und den Schatz im Silbersee: Die für die "Anschubfinanzierung" nötigen Penunzen - ohne Moos nix loos - natürlich soll sich Piona e.V. eines Tages nicht nur selbst tragen, sondern auch nicht zu knapp Gewinne machen .....
    ... und gerade deshalb dürfen wir am Anfang nicht kleckern, sondern wollen, ja müssen: klotzen!

... next steps ... die nächsten Schritte

  1. Fragebogen ausfüllen und zurückschicken: schnell!
  2. Anmeldung für den PionaWorkshop am 16.-17.1.99 in Hannover ausfüllen, um die nächsten Ideen mitzuentwickeln, zu gestalten und die Mitfrauenversammlung vorzubereiten. DANKE!
  3. Ganz zahlreich zur Mitfrauenversammlung beim Kongreß in Erfurt, 26.-28.2.1999, kommen und dort fröhlich das Team der neuen drei Koordinatorinnen wählen!
Top

Geld & Magie

Unter diesem Titel sollte am 19. und 20. September 1998 der Piona Workshop mit Luisa Francia stattfinden. Leider wurde er unter einer Absagenlawine begraben.

Damit das Thema dennoch nicht "hinten rüberkippt", geben wir hier auszugsweise ein Interview wieder, das Luisa Francia der Zeitschrift "ab 40" gab. Wie's der Synchronizität der Ereignisse mal wieder entspricht, lautet der Schwerpunkt von deren Oktoberausgabe*:

Frauen, Macht & Geld

Luisa Francia (LF): "Das größte Problem, das Frauen mit Geld haben, ist meiner Ansicht nach, daß sie einer Art Hypnose unterliegen, die schon ganz früh anfängt. Dieser hypnotische Befehl lautet, daß Frauen unfähig sind, mit Geld umzugehen, Geld zu verwalten, überhaupt Geldgeschäfte zu machen. Es ist unweiblich, geldgierig zu sein oder für sich eine Bereicherung zu wollen. Dieser hypnotische Befehl ist nicht mehr zurückzuverfolgen, wird aber ständig erneuert und sinkt bei jeder Erneuerung noch tiefer ein."

ab 40: ..."Es stimmt gar nicht, daß Frauen kein Geld haben."

LF: "Es stimmt nicht nur nicht, es ist noch viel mehr: Sogar die Firmen, die ganze Werbung, alle wissen ganz genau, daß Frauen das Geld ausgeben. Frauen sind es, die über Geld entscheiden, die das Geld in der Hand haben. Selbst wenn es das Geld ihrer Männer ist. Und Frauen können sehr wohl mit Geld umgehen, auch wenn sie von sich behaupten, daß sie es nicht können. ... Gerade Frauen, die im Begriff sind, Karriere zu machen, haben wahnsinnige Berührungsänste mit Spiritualität und Magie, weil sie das für esoterisch halten."

ab 40: "Und weil sie sich an die Männerwelt angepaßt haben, und die ist rational."

LF: "Da gilt das als unseriös. Übrigens eine kleine Korrektur: Rational ist die Männerwelt nicht. Sie ist voll von Männermythen wie Fußball und Autos, ist geprägt von irrationalen Ängsten und Gefühlen, Potenzängsten.

Ferse abgehackt?

Und jede halbwegs vernünftige Frau weiß, daß sie sich mit Anpassung an diese Männerrationalität drei Viertel ihrer Persönlichkeit abteilen muß - daß sie praktisch ihre Ferse abhacken muß, damit sie in den Schuh paßt von diesem idiotischen modernen Mann. Klar, die Sehnsucht ist immer groß, das eigene Potential zu finden und nicht unseriös zu wirken. Ich fände es aber hilfreich für Frauen, einmal den Mythos zu knacken, Männer könnten etwa mit Geld umgehen. Das machen Frauen für sie - überall. Oder, Männer hätten die Macht. Männer haben nicht die Macht, Frauen haben sie - aber Frauen geben sie an die Männer ab. Und die Macht, die sie abgeben, fehlt ihnen dann bei der Verwirklichung ihrer eigenen Vorstellungen.

LF: "Man muß bei allen Projekten versuchen, eine lockere Atmosphäre zu schaffen. Wenn negative Stimmungen da sind, überträgt sich das sofort auf die Öffentlichkeitswirkung...

(Sagen wir aber:) 'egal, wir sind vielleicht in einer schlechten finanziellen Situation, wir machen jetzt ein Fest', dann dringt plötzlich die eigene Großzügigkeit nach außen. Deine eigene Lockerheit zieht andere mit."..

Weibliche Macht = Eigenmacht

LF: "Meine Traumvorstellung von weiblicher Macht ist Eigenmacht. Sich zu sagen, ich habe genug, ich verschaffe mir meinen Raum. Ich weiß, wo meine Energie herkommt, und ich weiß, wo ich sie hingebe. Das heißt, ich habe eine klare Energiebilanz… Ich bin genau in der Anwendung meiner Energie: dann habe ich Eigenmacht.

Und nur, wenn deine Eigenmacht für dich ganz klar ist - und das ist keine 'Macht über', keine Manipulation, Eigenmacht heißt nur, daß du dich selber bestimmst, und deinen Raum definierst und ihn auch einnimmst - dann erst kannst du einem anderen Raum einräumen. Wenn du deinen eigenen Raum kennst, weißt du überhaupt erst, daß andere die Notwendigkeit eines eigenen Raums haben…

Bei einem Modell von Eigenmächtigkeit funktioniert Hierarchie nicht mehr. Wenn fünf eigenmächtige Leute zusammenarbeiten, tauschen sie sich aus - und, weil du eigenmächtig bist, hast du es nicht nötig, dem anderen seinen Raum wegzunehmen. Dann kannst du auch sagen, o.k., laß hören, was du denkst. Wenn du aber keine Eigenmacht hast, mußt du mit Tricks arbeiten, um von anderen Macht abzuzweigen."

*zitiert aus: ab 40. Zeitschrift von, für, über Frauen, München, Nr. 4/1998, Redaktion: Dr. Greta Tüllmann, Jakob-Klar-Str. 1, 80796 München,Tel: 089/ 34 88 87, Fax: 33 41 93

Top

Impressum

PionaNews
herausgegeben von der Frauen-Computer-Schule München.

Autorin dieser Ausgabe: Ingrid Rauchfuß; verantwortlich: Angelika Huber

Angelika Huber
Volkartstraße 23
80634 München
Fon: 089 / 167 55 89
Fax: 089 / 168 80 25
fcs-m@link-m.de
http://www.frauen-computer-schulen.de


Zum Archiv

Teilen Sie uns Ihre Meinungen, Wünsche und Anregungen zu PionaPoint mit:
unter
fcs-m@link-m.de



(c) 1997 Frauen-Computer-Schule München, Impressum