7. Internationaler Kongress | |
Inhalt
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Editorial
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frauen online 2000lautete das Motto des 7. internationalen Kongresses der Frauen-Computer-Schulen und FrauenTechnikZentren, der vom 26. bis 28. Februar 1999 "in der geografischen Mitte Deutschlands", in Erfurt, stattfand. Organisiert wurde der Kongreß von Grit Feistel und Christiane Schwahn, FrauenTechnikZentrum Erfurt. Rund 100 TeilnehmerInnen besuchten den Kongreß, 70 Frauen nahmen an 6 Workshops teil. Das internationale Publikum kam aus Deutschland, Luxemburg, Frankreich, Österreich, der Mongolei (FTZ Ulaanbaatar), und vertrat rund 50 Einrichtungen beruflicher Fortbildung von Frauen für Frauen. Vorstandswechsel bei PionaPoint e.V.Vor dem Kongreß fand die Mitfrauenversammlung von PionaPoint Teleworking Management e. V. statt. "Neuer Vorstand - alter Vorstand": Susanne Thoma von der medien & management GmbH, 10119 Berlin, Christinenstr. 18-19, Tel: 030/ 443 83 469, e-mail: thoma@mezen.bln.de löst die PionaKoordinatorin Angelika Huber von der FCS München ab. Ihr zur Seite stehen: Ingrid Flohr, Einkommens- und Budgetberaterin, früher beim FTZ Rostock, Tel: 0177/ 801 93 77 und Birgit Kurtze, Wirkstoff e.V., 10115 Berlin, Rheinsberger Str. 74-77, Tel: 030/ 440 225 20. Kürzeststeckbrief der Piona Vorstandsfrauen: Susanne Thoma, Jg. 1958, verh., keine Kinder, Diplompolitologin; Ingrid Flohr, Jg. 1959, gesch., 2 Kinder, Diplomingenieurin; Birgit Kurtze, Jg. 1961, Single, Anwendungsprogrammiererin und EDV-Organisatorin. Die Mitfrauenversammlung von PionaDie Tagesordnungspunkte u.a.:
Dank der exzellenten Vorbereitung der Mitfrauenversammlung konnte wieder einmal ein Rekord aufgestellt werden: die TOPs waren binnen zweier Stunden erfüllt! Die PionaWorkshops im Oktober 98 (Berlin) und im Januar 99 (Hannover), beide moderiert von Dr. Marie Sichtermann von Geld & Rosen, bereiteten "die Staffelübergabe" vor: Satzung an die Realität angepaßtWesentliche Änderungen sind:
Unmittelbare Ziele u.a.:
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Die Workshops des Kongresses:Insgesamt standen sechs Workshops zur Auswahl:
1. Workshop: Wo kommt die Knete her?Dr. Marita Heibach, Fundraiserin und Vorstandsfrau der BSM (Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialmarketing), leitete den Workshop und postulierte die Ergebnisse im Podium:
Buchtip: Handbuch Fundraising, Dr. Marita Heibach 2. Workshop: Ernsthaft EDV unterrichten - mit Spiel und SpaßBei diesem Workshop, geleitet von Angela Ingianni, Suggestopädin und Mitorganisatorin der Frauen-Computer-Schule München, ging es um die Vermittlung der ganzheitlichen Lehr- und Lernmethode Suggestopädie. Gleichzeitig wurde damit der Workshop des Kongresses 97 (Wien) fortgesetzt, der auch eine Ideenbörse bot, einen Austausch an Materialien, Erfahrungen und Demos suggestopädisch aufgebauten EDV-Unterrichts. An Inhalten wurden (vor allem lachend) vermittelt und erworben:
3. Workshop:Frauen "unternehmen" was!Der Workshop, koordiniert von Barbara Wagner (Zentrum für Weiterbildung, Frankfurt), zeigte eine beeindruckende Bandbreite, sich im informationstechnologischen Bereich selbständig zu machen: ausgehend vom PionaModell der PointManagerin wurden vorgestellt:
Christiane Pausewang stellte die EU-finanzierte Fortbildung zur Informationsbrokerin (Dauer: 12 Monate) des Zentrums für Weiterbildung Frankfurt vor, Dora Murphey und Silvia Mack von Goldnetz Berlin das EU-Projekt Multimedia-Design (Dauer: 14 Monate). Beide Projekte wenden sich an arbeitslose Akademikerinnen mit dem Ziel, für den 1. Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Beide kommen auch zu nahezu identisch formulierten Anforderungen an die Teilnehmerinnen:
Die Internet-Providerin Gaby Gläsener-Cipollone von Twin-Wave, Frankfurt, brachte ihren Werdegang auf den Punkt: "Aufgrund von gutem Service sind wir zu einem Unternehmen geworden." Ihre erfolgreiche Existenzgründung in und mit dem Internet beschreibt sie mit einer "Checkliste", die sie und ihre Partnerin, zusammen mit 15 MitarbeiterInnen, offenbar regelmäßig abhaken: Erfolgs-Checkliste
Neben diesen für das "Management nach innen" geltenden Erfolgskriterien nannte Gaby Gläsener-Cipollone für ein erfolgreiches "Management nach außen":
Bei der sich daran anschließenden Diskussion um das Thema Expansion & Qualitätssicherungwurde offenbar ein "Nerv" der Frauen-Computer-Schulen und FrauenTechnikZentren getroffen: plötzlich ging es nicht mehr nur um die Frage, welche Angebote die Einrichtungen bieten können, um Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen als Zielgruppe zu gewinnen, sondern auch um die eigene Existenzsicherung, Expansion und Unternehmensform. Es wird umgetopftAls Trend zeichnete sich ab:
AG ProfessionalisierungDie spontan gebildete Arbeitsgruppe visualisierte die Beziehungsfelder in:
Wer denkt schon an "Expansionsmanagement", wenn frau eine Schule gründet, alleine anfängt - doch das Team wächst, ein Projekt zieht das nächste an, womöglich kommen verschiedene Standorte dazu, wer behält den Überblick?, wer koordiniert die Aufgabenvielfalt?, wer sichert die Qualität und schaut über den Tellerrand hinaus? "Nicht im Tagesgeschäft versinken",lautete dann auch die Forderung der AG, die im zwischenmenschlichen Beziehungsfeld folgende Herausforderungen sah:
An strukturellen Herausforderungen wurden vor allem festgestellt:
Eine abschließende Antwort konnte noch nicht gefunden werden - aber: wir arbeiten dran! 4. Workshop: Wer bin ich - wie wirke ich - wie will ich sein?Diesen Workshop leitete Dr. Ulrike Galander, Supervisorin aus Erfurt. Die Arbeitsschwerpunkte:
Die Präsentation der erworbenen streitkulturellen Fähigkeiten erfolgte im Plenum so überzeugend, daß die Moderatorin glaubte, sie müßte in einen scheinbar unkontrollierten Streit eingreifen - der doch "nur" die zivilisierten Stufen einer gelebten Streitkultur veranschaulichte:
5. Workshop: Multimedia - Ausbildung für Neu-, Wieder- und QuereinsteigerinnenDr. Gabriele Schade, Dozentin der TU Ilmenau, beleuchtete kritisch den Begriff der "Neuen Medien", der "nur deutschlandtypisch ist", und den es "international nicht gibt". An seine Stelle setzte sie den Begriff Digitale Medien(gekennzeichnet durch Digitalisierung, Vernetzung und Interaktion) und stellte einen EU-geförderten Ausbildungsgang vor, der sich, ähnlich wie das Projekt von Goldnetz e. V. an arbeitslose Akademikerinnen wendet, aber in die universitäre Ausbildung (als 2-jähriger Aufbaustudiengang) integriert ist - mit der Konsequenz, daß
6. Workshop: Aufbau eines TelecentersIn diesem Workshop referierte Claude Kelner in englischer Sprache über das von ihr mit aufgebaute und geleitete Telecenter in Paris. Sie beschrieb es als
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Kongreß 2000Der nächste Kongreß der Frauen-Computer-Schulen und FrauenTechnik Zentren findet vom 3. bis 5. März 2000 in Bremen statt: Frauen-Erwerbs- und Ausbildungsverein Themenvorschläge: e-business, Qualitätsmanagement (PionaSiegel!), Telelearning, Suggestopädie, Organisationsentwicklung, Zukunftswerkstatt, Vernetzung der Netze, und auch ein technisches Thema (z. B. Entwicklung des Internet). | |
FCS München wird eine Kleine AGDie Frauen-Computer-Schule München transformiert zum 1.1.2000 zur Kleinen AG. Die BGB-Gesellschaft Huber & Seidel geht schon lange nicht mehr konform mit dem "management by rotation"-Modell, das mittlerweile 13 Organisationsfeen in das Management integriert, ohne ihnen auch rechtlich Handlungskompetenz zu geben. Wir werden Aktionärinnen!Die "Kleine AG", eine Rechtsform, die es erst seit 1995 gibt (s. "Existenzgründung für Frauen", mvg Verlag 1999, Autorin: Angelika Huber) scheint nun die Lösung zu sein, die Schere Handeln & Verantwortung zusammenzuführen. Das Vorstandsteam rekrutiert sich aus dem Organisationsteam, dem auch Elisabeth Seidel angehört. Angelika Huber, die zweite BGB-Gesellschafterin, geht in den Aufsichtsrat, dem auch Christine Wittig (Link-M, Internet-Providerin der FCS) und Dr. Hildegard Kronawitter, Landtagsabgeordnete und Diplomvolkswirtin, angehören wird. Die Aktien können bereits jetzt reserviert werden, lauten auf je 250 Euro (entspricht rund 500 Mark) und können pro Person bis maximal 20.000 Mark gezeichnet werden. Gekauft und verkauft werden sie über die FCS AG direkt, wobei der Verkauf an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden ist (= vinkulierte Namensaktien). Die erste Frauen-Aktiengesellschaft lädt alle Frauen-Computer-Schulen, FrauenTechnikZentren und dem Pionaverband assoziierten Einrichtungen herzlich zu einer Beteiligung ein! Aktien-Optionskarten und Hintergrundinformationen sind jederzeit erhältlich bei der FCS München, 089/ 167 55 89, e-mail: FCS-M@link-m.de | |
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