9. Kongress der Frauen-Computer-Schulen und FrauenTechnikZentren in Norderstedt
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Inhalt
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EditorialOpen Space - Mut gehört dazuDer 9. Kongress wurde zum ersten Mal mit dieser Moderationsmethode gestaltet - ein Umstand, der leider zu einer geringeren Teilnehmerinnenzahl beitrug, andererseits aber auch den Mut und die Aufgeschlossenheit der Teilnehmerinnen (wie auch der Organisatorinnen) herausforderte und belohnte: das Treffen geriet zu einer einzigen Kontaktbörse.Angelika Huber | |
9. Kongress der Frauen-Computer-Schulen und FrauenTechnikZentren in Norderstedt2. - 4. März 200140 Teilnehmerinnen trafen sich von 2. bis 4. März in Norderstedt bei Hamburg. Ein Teil von ihnen besuchte auch die Piona-Versammlung, die wie seit 1997 üblich, dem Kongress-geschehen vorausging. Zu dem Kongress hatte diesmal die FrauenComputerSchule adasoft e.V. eingeladen. adasoft e.V. wurde 1992 in Norderstedt gegründet und führt u.a. in Kooperation mit dem Arbeitsamt Umschulungsmaßnahmen in Teilzeit für Frauen durch. Das Ausbildungsziel: "Kauffrau für Bürokommunikation" haben bereits drei Klassen absolviert und qualifizierte Arbeitsplätze gefunden. Ab Herbst beginnt eineTeilzeitumschulung zur IT-Systemkauffrau. Eine der gegenwärtigen Umschulungsklassen wurde vollständig in die Organisation und Vorbereitung des Kongresses mit eingebunden und trug so zu dessen organisatorischen reibungslosen und erfolgreichen Ablauf bei. | |
Das Piona-Programm
Piona-MitfrauenversammlungDie Mitfrauenversammlung nahm den Tätigkeitsbericht des Vorstands sowie den Bericht der Rechnungsprüferin entgegen und entlastete den Vorstand. Neuwahl Vorstand und BeiratWieder gewählt wurden: Susanne Thoma, Berlin, und Ingrid Flohr, Rostock. Neu gewählt wurde Angelika Huber aus München, die Piona e.V. mitbegründete und in der letzten Wahlperiode in bezug auf Piona "pausierte". Birgit Kurtze, Berlin, kandidierte nicht mehr für den Vorstand, wohl aber für den Beirat, in den außerdem gewählt wurden: Sabine Schillbach, Rostock, Petra Semmert, Nürnberg, Christine Scherer, Berlin und Karin Wunderlich, Reutlingen. MitfrauenbeitragDer Beitrag für Mitfrauen wurde per 2002 (wegen der Rundung in Euro) auf 130 Euro im Jahr geringfügig angehoben. Unverändert bleibt der einmalige Aufnahmebeitrag, der für Einrichtungen und Organisationen derzeit bei DM 400,-- liegt und der für einzelne Mitfrauen reduziert werden kann. Piona-LokomotiveUnabhängig von den Beitragszahlungen wird von Angelika Huber die Idee wieder aufgegriffen, durch zusätzliche Beitragszahlungen (eben den "Lokomotiv-Beiträgen") der einzelnen Mitgliedsorganisationen den Verband handlungsfähig zu machen: deshalb gibt es ab sofort neben der Geschäftsstelle Berlin, die
Geschäftsstelle Bayern
Schickt bitte an diese Adresse auch Euere Aufnahmeanträge und die Einzugsermächtigungen für die Mitglieds- und Lokomotivbeiträge. Piona-ZukunftswerkstattDie Piona-Lokomotive (den Dachverband und damit uns alle) wieder zum Dampfen zu bringen, wird am 12. Mai 2001 in Berlin in den Räumen der Wirkstoff e.V. eine Zukunftswerkstatt mit Birgit Roßmanith durchgeführt. Neuer Piona-UntertitelIm Rahmen des Kongresses wurde auch ein neuer Untertitel für den Dachverband der Frauen-Computer-Schulen und FrauenTechnikZentren gefunden: Internationale Online-Allianz der IT-Expertinnen
Vorher hieß es: "PionaPoint e.V. ist der 1997 gegründete, internationale Verbund der Frauen-Computer-Schulen, FrauenTechnikZentren und assoziierten Einrichtungen."
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Bundesweite Schulung von BibliothekarInnenVon Schulen ans Netz e.V. (eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Deutschen Telekom) erging eine Ausschreibung zur Schulung von MitarbeiterInnen in Büchereien, die auch Piona erreichte. Zum 1. März 2001 reichte Piona e.V. dieses Angebot ein, das von der Frauen-Computer-Schule AG München (gegen Honorar) vorbereitet wurde. Mündlich wurde uns ein Großteil dieser Schulungen bereits zugesagt: Piona ist dabei -
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Pressekonferenz mit Frauenministerin Anne Lütkes
Zwischen Piona-Mitfrauenversammlung und Kongress-Eröffnung schalteten die Norderstedter Organisatorinnen eine Pressekonferenz mit der Frauenministerin. "Frauen ans Netz"und erklärte: "Obwohl das Wissen der Produktionsfaktor des 21. Jahrhunderts ist und die klassischen Produktionsbereiche immer mehr an Bedeutung verlieren, beträgt der Anteil von Frauen in den Computer-Kernberufen derzeit leider nur etwa 23 Prozent", sagte die Ministerin. "Das müssen wir ändern. 2/3 der Frauen sind nach wir vor in nur 10 Berufsfeldern beschäftigt (z. B. klassische Büroberufe 22 Prozent, Gesundheitsberufe 10 Prozent, Verkaufsbereich 8,5 Prozent). Zudem sind nach Schätzungen aus dem Jahr 2000 nur etwa 31 Prozent der Internetnutzenden weiblich." Online - Frauen sind dranmit der der Anteil von jungen Frauen in den neuen Ausbildungsberufen und im Informationsbereich erhöht sowie mehr frauenrelevante Themen ins Internet gestellt werden sollen. Den Norderstedter Kongress sah sie als einen Baustein dieser Initiative, ebenso
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Frauen im Dialog: Unsere Zukunft gestaltenMit diesem Motto eröffnete schließlich Elisabeth Hartojo den Kongress, dem die Moderatorin Doris Breuer-Stern und ihre Theatergruppe "FARBKLEX" den "Nicht-Rahmen" Open Space gaben. Open SpaceZur Methodik"Open Space" (= Offener Raum) geht auf den Amerikaner Harrison Owen zurück und bezeichnet eine "sehr lebendige, TeilnehmerInnen aktivierende Lernform, die in besonderem Maße ausgedehnte Handlungsspielräume für alle Beteiligten auf der Basis hoher Selbstverantwortung eröffnet." (Breuer-Stern, s. a. www.stern-training.de und www.open-space.de) "Offener Raum für Begegnungen, Kommunikation, Kreativität und gemeinsame Problemlösungen entsteht, in dem jede Person sich aktiv - in frei zu wählenden Rollen (LeiterIn, TeilnehmerIn) - mit eigenen Ideen, Fragen, Wünschen, Wissen usw. einbringen kann." (ebd.)
Es gibt also kein Programm, keine "Agenda", die TeilnehmerInnen entscheiden ihre Themen ad hoc, wer sich als ExpertIn einbringen möchte, kann dies tun; wer den Workshop wechseln möchte, tut dies, und wer keine Lust mehr hat, selbst verantwortlich zu sein, fährt nach Haus. Kleeblatt-Regeln
Bandbreite oder Tiefe?So kommunikationsfördernd die Methode ist (u. a. soll damit erreicht werden, dass der Kongress ein einziges "produktives Pausengespräch" wird) - so problematisch erscheint aber gleichzeitig die Vielfalt der Themen, die spontan entsteht und bei der die selbst ernannte ExpertIn selbstverständlich keine Zeit mehr hat, sich vorher noch eine Struktur zu überlegen oder gar Detailfragen zu recherchieren (was z. B. bei der Arbeitsgruppe zur Sozialversicherungspflicht von Referentinnen durchaus Sinn gemacht hätte). 19 ThemenDie Themen reichten von Motivation und Führung von Dozentinnen über Informationsmanagement, Arbeitslast/Arbeitslust über Internet für jede/n? bis hin zu T-DSL+Technik- Fuzzies, über Werbestrategien und Öffentlichkeitsarbeit, überbetriebliche Ausbildung und Frauen gehen online, Einkaufskooperation und Linuxfragen bis hin zu PionaSiegel, Fortbildung, Qualitätssicherung und der ultimativen Frage: Frauen-Computer-Schulen altern. Wie werden wir professioneller? Wie bei all' diesen kreativen Prozessen üblich, entstanden mehr Fragen als Antworten, aber auch konkrete Aktivitäten zur Umsetzung von Ideen und Wünschen nach Kontakt, Austausch und gemeinsamem Handeln. | |
Workshop-InitiativenEinkaufskooperationMit dem Ziel: Frauen-Computer-Schulen und FrauenTechnikZentren kaufen gemeinsam Hard- und Software ein, traf sich ein Workshop und machte Nägel mit Köpfen: Für den Hardware-Einkauf en gros spielt Corinna Kammerer (die Netzwerkkönigin) Zentrale, für den Software-Einkauf Elisabeth Hartojo von adasoft e.V.
Hier die Kontaktadressen der beiden: Linux-ConnectionBärbel Munz-Stiber und Corinna Kammerer bieten am 19. Mai 2001 einen Linux-Kurs an. Originalzitat aus ihrer e-mail vom 18. April:
InformationsManagementKarin Wunderlich von der FrauenComputerSchule Reutlingen-Tübingen, e-mail wunderlich@computerfrauen.de, stellte eine Mindmap zum Thema InformationsManagement zusammen, die so umfassend ist, dass sie Piona-News sprengen würde. Deshalb hier ein Extrakt vom Extrakt:
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Piona-ZukunftPiona-Themen der Zukunft sind:
EQUALDie Gemeinschaftsinitiative Equal hat lt. einem Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung zum Ziel, in europäischer Zusammenarbeit neue Wege zur Überwindung von Diskriminierungen und Ungleichbehandlungen zu finden, die im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt stehen. Das Programm für die BRD steht unter www.bma.de als Download zur Verfügung. Nächster KongressDer nächste Kongress - der Jubiläumskongress (wir treffen uns zum 10. Mal) - findet in München statt. Termin: 22. - 24.2.2002Themenwünsche werden zeitnah (zum Kongress) abgefragt, Anmeldungen via Internet entgegengenommen: www.frauen-computer-schulen.de/kongress.htm Kommt und verbindet das Angenehme mit dem Angenehmen. Die Moderation des Kongresses übernimmt Birgit Rossmanith. | |
ImpressumPionaNewsOrgan von Piona e.V., dem Dachverband der Frauen-Computer-Schulen und FrauenTechnikZentren Online-Allianz der IT-Expertinnen verantwortlich: Piona e.V. Geschäftsstelle Bayern Angelika Huber Bothmerstr. 21, 80634 München Fon: 0 89 / 139 38-153, Fax: -155 http://www.piona.de e-mail: info@piona.de | |
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